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Vorsicht: Weshalb Sie lieber anonym googeln sollten
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marketing-und-trend.de |
Man hat es Ihnen nicht deutlich gesagt und Sie auch nicht gefragt. Ob Sie es wollen oder nicht: Google hält jede Ihrer Google-Suchen in einem Web-Protokoll fest. Aber nicht nur Google tut das, auch Bing, Yahoo oder AOL.
Das kann ärgerlich oder gefährlich für Sie sein. Für den Unternehmer oder Einkaufsleiter, für den Forschungs- und Entwicklungschef – weil diese Personen vielleicht wertvolle Geschäftskontakte offenbaren. Für den Mitarbeiter, weil er sich sicher sein kann, dass seine Surf-Aktivitäten nicht unbemerkt bleiben, ja sogar auf unabsehbar lange Zeit festgehalten werden. Das häufige Ansehen von YouTube-Videos bleibt da ebenso protokolliert wie der Einkauf von Konzertkarten oder Flugtickets.
Allerdings hat Google in den letzten Monaten noch eines draufgelegt. Denn jetzt präsentiert es Ihnen nur noch Suchergebnislisten, die an Ihr Suchverhalten angepasst wurden. Im Klartext: Haben Sie die eigene Website oder die eines Mitbewerbers besonders häufig bei Google eingegeben, dann klettern diese häufig besuchten Seiten bei den Suchtreffern, die Google Ihnen anzeigt, ganz nach oben.
Prima Sache, um dem Chef zu zeigen, wie toll das Unternehmen angeblich in der Suchtrefferliste platziert ist. Aber kein probates Mittel mehr, um herauszufinden, wie ein möglicher Kunde Ihre Website findet.
Die Personalisierung der Google-Suchergebnisse müssen Sie also zwingend außer Kraft setzen, um:
- die Darstellung Ihres Unternehmens in den Suchtreffern objektiv zu überprüfen,
- die Darstellung des Wettbewerbs in den Suchtreffern zu analysieren,
- eine objektive Analyse von Keywords durchzuführen,
- Recherche-Spuren Ihres Unternehmens oder einzelner Mitarbeiter unsichtbar zu machen.
Die Redaktion von WerbePraxis aktuell hat eine Schritt für Schritt-Anleitung entwickelt: So gehen Sie ganz konkret gegen die Google-Überwachung vor
| Schritt 1: Löschen Sie Ihre Cookies.
Rufen Sie dazu die Einstellungen Ihres Browsers auf und löschen Sie die bereits gespeicherten Cookies. So verhindern Sie, dass Informationen über Ihr Such- und Surfverhalten gespeichert werden.
Natürlich hat dies einen Nachteil: Sie werden als Besucher von Websites, die Sie häufiger aufsuchen, nicht mehr erkannt und müssen sich möglicherweise bei jedem Besuch neu einloggen. Dafür bietet Ihnen das aber ein höheres Maß an Sicherheit. Denn die Daten über Ihr Surfverhalten sind nun nicht mehr für andere zugänglich und Ihr Computer verrät möglichen Angreifern oder Hackern ebenfalls keine Spuren.
Schritt 2: Löschen Sie Cookies vor jeder Marktbeobachtung oder Überprüfung Ihres eigenen Suchmaschinen-Rankings.
Wollen Sie wissen, wie weit Sie bei wichtigen Keywords in der Google-Suche vorn liegen, dann sorgen Sie dafür, dass vor dieser Überprüfung tatsächlich der Cache Ihres Browsers geleert wird und die Cookies gelöscht werden. Klicken Sie während der Überprüfung bereits wieder Links an, können die Ergebnisse erneut verfälscht werden.
Schritt 3: Betreiben Sie Marktforschung im Internetcafé.
Auch im Internetcafé werden auf den Rechnern Cookies gesetzt. Durch die Vielzahl der wechselnden Benutzer sind aber Suchergebnislisten wohl kaum „einseitig“ verfälscht.
Schritt 4: Stellen Sie sicher, dass Sie nicht in Ihr Google-Konto eingeloggt sind.
Es ist schon fatal: Wollen Sie Google-Produkte nutzen, brauchen Sie ein Google-Konto. Und damit hat der Konzern Sie im Griff. Denn sobald Sie sich morgens über Ihr Google-Konto einloggen, um etwa Ihre Adwords-Kampagnen aufzurufen oder Ihren Google-Maps-Eintrag zu pflegen, kann Google die über Sie gesammelten Informationen eindeutig einer Person zuordnen – Ihnen. Nutzen Sie gar GoogleMail für Ihre Unternehmenskorrespondenz, kennt Google nicht nur Ihr Such- und Surf-Verhalten, sondern liest auch noch Ihre Korrespondenz. So können geschäftliche Aktivitäten, die womöglich geheim bleiben sollten, schnell nach außen dringen.
Schritt 5: Benutzen Sie ixQuik als Standardsuchmaschine.
Die Suchmaschine ixQuik ist eine Metasuchmaschine, die zahlreiche andere Suchmaschinenergebnisse für Sie abfragt. Der Vorteil: Die großen Suchmaschinen können nun nicht mehr erkennen, von wem die Suchanfrage kommt und sie einer IP-Adresse zuordnen. Außerdem verspricht ixQuik, IP-Adressen nicht zu speichern, und bietet Ihnen die Möglichkeit, anonym zu surfen.
Das heißt, ixQuik gibt keinerlei Daten an die von Ihnen besuchten Websites weiter. So sind Sie beispielsweise auch dann nicht erkennbar, wenn Sie Seiten Ihrer Wettbewerber aufsuchen. Allerdings hat das Ganze einen Nachteil: Das Surfen wird dadurch erheblich verlangsamt.
WerbePraxis aktuell-Fazit: Die so genannte personalisierte Suche von Google erschwert Ihnen die diskrete Marktbeobachtung, die objektive Analyse Ihrer Aktivitäten und liefert ein gefährliches Leck für Ihre Betriebsgeheimnisse. Das zwingt zu Vorsichtsmaßnahmen bei der Informationsbeschaffung für Ihr Unternehmen. | 
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