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Ihre Tipps rund um Marketing und Trends vom 29. Juni 2010
Root-Tourismus – der Obama-Effekt
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
haben Sie schon einmal den Begriff „Root-Tourismus“ gehört? Immer mehr Menschen suchen via Tourismus nach ihren Wurzeln. Solche Reisen werden unter diesem Begriff verstanden. Barack Obamas klares Bekenntnis zur eigenen Herkunft hat bei Afroamerikanern in den USA im vergangenen Jahr einen regelrechten Reiseboom nach Afrika ausgelöst.
Während der weltweite Reisemarkt um 4 % schrumpfte, legten die Urlaubsreisen nach Afrika um 5 % zu. Gerade Kenia, wo Obamas Großmutter noch heute lebt, stand im Zentrum dieses kleinen Booms.
Zukunftsletter-Insider-Wissen: Bislang liegt der Marktanteil Afrikas am weltweiten Tourismus (900 Mio. Reisende) gerade mal bei 5 %.
Beitrag 1:
Verhandeln Sie so erfolgreich wie die besten Anwälte der Welt
Sie müssen in schwierige Verhandlungen und wollen diese unbedingt gewinnen? Dann helfen die Techniken aus diesem Beitrag von Verkaufsmanagement aktuell, die die sehr erfolgreichen (und sehr teuren) Anwälte anwenden, garantiert weiter.
Meister im Verhandeln sind US-amerikanische Anwälte. Die Besten der Besten kommen wie der aktuelle US-Präsident Barack Obama von der juristischen Fakultät der Harvard-Universität. Die Absolventen dieser Elite-Fakultät verhandeln nach der Harvard-Methode.
Verkaufsmanagement aktuell stellt ihnen hier die Erfolgsgeheimnisse vor:Regel 1: Trennen Sie Menschen von Interessen
Menschen können bei Verhandlungen rasch aufgebracht sein und aus der Haut fahren. Daher ist es wichtig, dass sich beide Seiten um Sachlichkeit bemühen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Gegenüber unfair wird, dann sprechen Sie seine faulen Tricks direkt an und nehmen Sie ihm so den Wind aus den Segeln.
Unterbrechen Sie die laufende Verhandlung mit dem Hinweis, dass Sie sich nicht unter Druck setzen lassen möchten oder akzeptieren Sie hypothetisch („Nehmen wir an, ich wäre damit einverstanden ...“) und erläutern Sie, was das für beide Seiten bedeuten würde.
Regel 2: Bringen Sie die unterschiedlichen Interessen in Erfahrung
Konzentrieren Sie sich auf die Interessen der Beteiligten und nicht auf ihre Positionen. Fragen Sie also:
- Warum vertreten Sie diese Position?
- Welchen Vorteil erhoffen Sie sich davon?
- Was versprechen Sie sich wirtschaftlich davon?
- Wie möchten Sie das Gewünschte einsetzen?
Beachten Sie: Interessen sind immer subjektiv. Auch wenn sie unvernünftig sind, bestimmen sie das Handeln von Menschen. Geben Sie darüber nie ein Urteil ab, sondern akzeptieren Sie das Interesse Ihres Gegenübers.
Regel 3: Sammeln Sie Lösungen
Entwickeln Sie Lösungen, um das Interesse zu befriedigen. Fragen Sie sich:
- Welche Lösungen gibt es?
- Wie könnten wir zu einer Einigung kommen?
Nutzen Sie Kreativitätstechniken, wie z. B. Brainstorming, um auf verschiedene Entscheidungsmöglichkeiten zu kommen.
Regel 4: Erbringen Sie Beweise
Mit einem Beweis sorgen Sie dafür, dass Ihr Gegenüber von der Tatsache, die Sie behaupten, überzeugt ist. Fragen Sie also: Welche Erfahrungen gibt es? Gibt es Zeugen, d. h. Menschen, die eine Lösungsmöglichkeit als sinnvoll bestätigen können?
Verkaufsmanagement aktuell-Tipp: Oft zögern Verhandlungspartner, wenn Sie nach deren Interessen fragen. Das wird als zu persönlich empfunden. Mit den folgenden Aufforderungen zeigen Sie Verständnis und bringen Ihren Gesprächspartner zum Reden:
- „Mich interessiert, was Sie zu sagen haben!“
- „Erzählen Sie noch mehr.“
- „Ich möchte Sie gern besser verstehen.“
- „Habe ich Sie so richtig verstanden?“
- „Das ist ein guter Ansatzpunkt.“
- „Interessant! Können Sie das noch genauer ausführen?“
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Beitrag 2:
Ein neuer Trend kommt auf Sie zu – Verkaufen über Social Web
In einer der letzten Ausgaben vom „Trendletter“ wurde von einem wichtigen Trend berichtet, der möglicherweise auch Ihre Verkaufs- und Vertriebsstrategien verändern wird. Vorbereitung, so lautet die Devise, ist in diesem Fall alles!
Um den Fiesta in den USA einzuführen, ging Autohersteller Ford einen neuen Weg: 100 Freiwillige bekamen 6 Monate lang einen Kleinwagen zur Verfügung gestellt – kostenlos. Einzige Bedingung: Die sogenannten Agenten mussten während dieser Zeit über ihre Erfahrungen auf Facebook und Twitter berichten ( fiestamovement.com). Ford nahm keinerlei Einfluss auf die Meinungsäußerungen im Netz.
Die riskante Kampagne hat sich ausgezahlt: 58 % aller amerikanischen Konsumenten kennen den dort bislang unbekannten Fiesta schon vor dem Verkaufsstart. Selbst Ford-Modelle, die schon 3 Jahre auf dem Markt sind, kommen nicht auf einen solchen Bekanntheitsgrad.Die Trendletter-Redaktion hat noch ein weiteres Beispiel recherchiert: Der Teleshoppingsender QVC bietet spezielle Sonderangebote vorab im Internet an. Interessenten können sie im sozialen Netzwerk Facebook erwerben – 2 Tage bevor sie im Fernsehen präsentiert werden.
Bedingung: Wer zugreifen will, muss zuvor der Facebook-Gruppe von QVC beitreten (facebook.com/QVC). Eine gute Idee, die einen langfristigen Kundenkontakt schafft. Denn: Alle Produkte, die QVC künftig auf Facebook veröffentlicht, erscheinen bei den Fans automatisch auf deren Facebook-Startseite (es sei denn, sie treten aus der Gruppe wieder aus oder blocken die Anzeigen). So kann QVC auf Facebook vorab testen, ob Interesse an bestimmten Produkten besteht und verhindern, dass später teure TV-Sendezeit verschwendet wird.
Trendletter-Hinweis: Unternehmen können auf Facebook jetzt sogar die Bekannten von registrierten Produktfans ansprechen (Facebook nennt diese Funktion Friends of Connections). Diese Art der kostenpflichtigen Werbung funktioniert so: Nutzer A ist ein Fan von Adidas. B ist ein Freund von A. Dann kann Adidas kostenpflichtig auf der Facebook-Startseite von B eine Werbung einblenden lassen, die mit dem Hinweis versehen ist: „A ist ein Fan von Adidas.“
Fazit: 400 Millionen Menschen sind derzeit auf Facebook aktiv – mehr als die Einwohnerzahl der USA! Jeden Monat kommen zwischen 12 und 18 Mio. neue Nutzer hinzu. Alle Altersschichten und Geschlechter sind hier mittlerweile vertreten. Schlussfolgerung: Marketing und Vertrieb laufen in einigen Jahren ganz selbstverständlich über das Social Web. Die Beispiele haben gezeigt, wie auch Sie zukünftig diese Kanäle nutzen können!
Das Team von Marketing-und-Trend.de wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!
Ihr
Markus Floßdorf
Chefredakteur
PS: Bitte schicken Sie mir eine E-Mail, wenn Sie Fragen haben, Kritik üben oder eigene Erfahrungen schildern möchten: markus.flossdorf@marketing-und-trend.de
Hier finden Sie eine Übersicht unserer Praxisbeiträge:
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