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Ihre Tipps rund um Marketing und Trends vom 6. April 2010
WLAN im Zelt, Charts beim Italiener
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
Analysten in den USA haben 2010 zum Jahr des Tablet-PCs erkoren – wir werden sehen. Hier 2 weitere Innovationen aus dem Zukunftsletter für Technikliebhaber:
- Die British Telecom passt sich den Lebenssituationen ihrer Kunden an. Wer auf der Insel als „digital native“ ein Opfer der Rezession wurde, wird seinen Urlaub in diesem Jahr möglicherweise auf einem britischen Campingplatz verbringen müssen. Und da Kartenspielen der kreativen Klasse eigentlich nicht zumutbar ist, bietet die Telecom jetzt WLAN in allen Pontin’s Holiday Parks an (77 Campingplätze im Vereinigten Königreich, www.btopenzone.com).
- Der Wetzlarer Kamerahersteller Minox (www.minox.de) gehörte in den 1980er Jahren zu den Weltpionieren der Miniaturoptik. Zu weltweitem Ruhm gelangte Minox einst mit der legendären „Spionagekamera“, die in zahlreichen James-Bond-Filmen zum Einsatz kam. Dann kamen die Japaner und danach die Digitalisierung. Doch das Unternehmen hat sich neu aufgestellt: Es verkauft heute optische Geräte für den Outdoor-Markt und digitale Retro-Kameras.
Beitrag 1:
Welche Rechte haben Ihre Kunden bei Reklamationen?
Frage an die Redaktions-Hotline: Immer wieder kommt es bei uns zu Diskussionen darüber, welche Rechte unsere (End-)Kunden im Fall von Beschwerden haben. Können Sie uns eine Schnellübersicht an die Hand geben?
Antwort der Verkaufsmanagement aktuell-Redaktion: Kein Problem! Denn richtigerweise sollten Sie und Ihre Verkäufer sich im Rahmen des Beschwerdemanagements immer wieder die Rechte der Verbraucher vor Augen halten. Folgendes sieht die Gesetzgebung derzeit vor:- Die Gewährleistung für Neuware beträgt 2 Jahre.
- Auch bei gebrauchter Ware gilt die 2-jährige Gewährleistung. Ausnahme: Gewerbliche Verkäufer können diese Frist auf ein Jahr herabsetzen (z. B. beim Gebrauchtwagenkauf §§ 474, 475 Bürgerliches Gesetzbuch).
- Gewährleistung von Handwerkern und Dienstleistern: Handwerker haften 2 Jahre, am Bauwerk 5 Jahre. Dienstleister (Beratung) haften 3 Jahre (§ 634a Bürgerliches Gesetzbuch).
- Tritt ein Produktmangel innerhalb von 6 Monaten nach Kauf auf, liegt die Beweislast bei Ihnen. Sie müssen beweisen, dass Sie ein einwandfreies Produkt verkauft haben.
- Bei nach 6 Monaten auftretenden Mängeln wechselt die Beweislast zum Kunden.
- Der Kunde hat Anspruch auf Ersatz oder kostenfreie Reparatur. Dabei anfallende Kosten für Transport, Arbeitsleistung und Materialien müssen Sie tragen.
- Wenn eine Reparatur oder Ersatzlieferung 2-mal scheitert oder nicht zumutbar ist, kann der Kunde entweder eine Minderung des Kaufpreises oder aber die Vertragsauflösung verlangen.
- Ihre Werbeaussagen in Prospekten sind bindend. Besitzt das Produkt nicht die Eigenschaften, mit denen Sie es bewerben, gilt dies als Sachmangel und löst Gewährleistungsansprüche des Kunden aus.
- Fehlerhafte oder unverständliche Montageanleitungen gelten als Mangel, für den Sie haften müssen.
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Wie groß ist Ihr Büro-Simplify-Potenzial?
Was machen Sie mit den zig Entscheidungen, die täglich von Ihnen gefordert werden? Was machen Sie zum Beispiel mit einem Papier, das auf Ihrem Schreibtisch liegt und Sie mit einem großen Fragezeichen anblickt? Wohin ablegen? Wann und wie damit anfangen? Legen Sie solche Unterlagen auch irgendwann entnervt beiseite – auf den berühmten „Das-mache-ich-später-Stapel“?
Die Art, wie Sie mit diesen kleinen WENNs,WARUMs,WOHINs und ABERs umgehen, entscheidet über Ihre Effizienz, über Ihre Produktivität, über Ihre Freizeit und zum guten Schluss natürlich über Ihr Einkommen.
Die Frage ist also: Wie schaffen Sie es, Ihre Zeit immer zu Ihrem Vorteil zu nutzen? Sind Sie nicht auch viel zu oft mit Dingen beschäftigt, die Sie nicht weiterbringen, die aber von Ihnen irgendwie gemacht werden müssen?
So nutzen Sie Ihre Zeit immer zu Ihrem Vorteil
Beitrag 2:
Die neue multipolare Weltordnung (Teil 1): Polen – heimlicher Krisengewinner mit großem Selbstvertrauen
Über viele Jahrzehnte hinweg prägten wenige große Industrienationen das globale Wirtschaftsgeschehen. Diese Zeit geht gerade zu Ende, wie nicht nur der Zukunftsletter beobachtet. An diese vor allem für die westliche Welt prosperierende Epoche schließt sich ein multipolares Weltsystem an, das keine „Kleinen“ mehr kennt.
Nicht nur die politischen Beziehungen werden damit neu in die Waagschale geworfen – die gesamte Weltwirtschaftsordnung steht vor einer Restrukturierung. Denn immer mehr Schwellenländer nehmen aktiv am Weltmarkt teil. In den vergangenen Jahren hat sich ihre Innovationsleistung deutlich erhöht. Auch die Produktion und die Entwicklung komplexerer Produkte wurden verstärkt.
Viele der „kleinen“ Länder, die der Zukunftsletter für Sie unter die Lupe genommen hat, sind bereits auf dem besten Weg, Boom-Regionen bis ins Jahr 2030 und darüber hinaus zu werden. Mit steigender – und vor allem eigener – Wirtschafts- und Innovationskraft lösen sie sich immer mehr aus der Abhängigkeit der alten Industrieländer. Neben den bekanntesten und erfolgreichsten Schwellenländern China und Indien, in denen die Mittelschicht in den nächsten Jahren weiter an Kaufkraft gewinnen wird, wird auch in Afrika die Liste der Länder mit Zukunftsmärkten immer länger.
Polen: Emanzipierter Wirtschaftsstandort mit ZukunftPolen zeigt sich wenig beeindruckt von den Krisenwirren der vergangenen Monate. Als einziges Land in der Europäischen Union hat sich die Wirtschaft positiv entwickelt: Im Vergleich zum 2. Quartal 2008 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2009 um 1,1 %. Ein Spitzenwert nicht nur in Europa. Und auch für die nächste Zeit stehen die Zeichen in Polen auf Wachstum. Neben der Wirtschaftskraft verfügt Polen aber auch über ein starkes Selbstvertrauen, das die knapp 38 Millionen Einwohner optimistisch in die Zukunft blicken lässt.
Bildung: Garant für Kaufkraftanstieg und für nachhaltiges Wachstum
Polen hat seinen Ruf als verlängerte Werkbank Europas längst abgelegt und sich zu einem eigenständigen, emanzipierten Wirtschaftsstandort gemausert. Grund dafür ist auch der allgemeine Anstieg des Bildungsniveaus. So hat sich laut neuestem OECD-Bildungsbericht der Anteil der 20- bis 29-jährigen Polen, die an weiterführenden Ausbildungsmaßnahmen (Sekundarstufe II) teilnehmen, seit 1995 mehr als verdoppelt. Auch die Zahl der Frauen, die einen Hochschulabschluss haben, ist in den vergangenen Jahren rasant angewachsen: Inzwischen erwerben in Polen fast doppelt so viele Frauen wie Männer einen Zugang zur universitären Bildung.
Polen: Robust und bestens aufgestellt für wirtschaftlich schwierige Zeiten
Starke Unternehmeraktivität und großes Vertrauen der Verbraucher sind dafür verantwortlich, dass die Ausgaben in Polens Wirtschaft nicht sinken und die Binnenwirtschaft auch in Zukunft weiter wachsen wird. Die Umsätze in Polens Einzelhandelsgeschäft sind im Juli 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 % gestiegen. Die Arbeitslosenquote sinkt dagegen immer weiter: Ende 2003 lag sie noch bei fast 20 %, mit dem EU-Beitritt im Jahr 2004 fiel die Quote kontinuierlich und erreichte 2008 mit 8,5 % ihren bislang niedrigsten Wert seit 1990 – gegen den allgemeinen Abwärtstrend und rasanter als in anderen EU-Ländern.
„Made in Poland“ – Auf dem Weg zum Qualitätsmerkmal im Weltmaßstab
Dieser wirtschaftliche Höhenflug mag viele Experten überraschen – für Polen selbst ist die positive Entwicklung fast schon selbstverständlich und war schon lange abzusehen. Im Jahr 2007 fand die Unternehmensberatung Ernst & Young bei einer Umfrage heraus, dass Polen nach China das beliebteste Land für ausländische Investitionen ist. Vor allem kleine Firmen zog es in den letzten Jahren nach Polen, die hier laut Angaben der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer im Jahr 2007 fast 10 Milliarden Euro investiert haben – ein Rekordergebnis!
Und die EU betitelt die aktuelle Wirtschaftslage in einem Bericht mit „Strong resilience in a difficult environment“, zu Deutsch: „Hohe Widerstandsfähigkeit in schwierigen Zeiten“. Darum blicken die Polen auch sehr selbstbewusst in die Zukunft, wie die Reaktion des derzeitigen Finanzministers Jacek Rostowski auf die Prognosen bestätigt: „Diese Angaben überraschen mich nicht.“
Zukunftsletter-Einschätzung: Polen lastet heute längst nicht mehr der Ruf der europäischen Marktführerschaft bei der Zuckerrüben- und Kartoffelernte an. Durch den Anstieg des Bildungsniveaus werden in Polen in den nächsten Jahren besonders kleine und mittlere Unternehmen weitere Knowhow-Sprünge verzeichnen können.
Auch wenn die Abhängigkeit Polens vom Exportgeschäft relativ gering ist, ist davon auszugehen, dass polnische Unternehmen in Zukunft stärkere Präsenz auf dem Weltmarkt zeigen werden. Auch steht mit der Fußballeuropameisterschaft, die Polen 2012 gemeinsam mit der Ukraine austrägt, ein sportliches Großereignis vor der Tür, das sowohl die Baubranche als auch den Tourismussektor weiter boomen lässt und insgesamt nachhaltigen Einfluss auf die Wirtschaftsleistung haben wird.
In der nächsten Newsletter-Ausgabe lesen Sie: Mexiko: Hochburg unbekannter Global Player
Das Team von Marketing-und-Trend.de wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!
Ihr
Markus Floßdorf
Chefredakteur
PS: Bitte schicken Sie mir eine E-Mail, wenn Sie Fragen haben, Kritik üben oder eigene Erfahrungen schildern möchten: markus.flossdorf@marketing-und-trend.de
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