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Ihre Tipps rund um Marketing und Trends vom 23. Februar 2010
Warum Sie von Beginn an voll durchstarten sollten
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
ganz entscheidend bei Präsentationen und in Verkaufsgesprächen sind die ersten 30 Sekunden. Hier entscheidet es sich, ob Ihre Zuhörer Ihnen weiter folgen oder Ihr Statement an sich vorbeiziehen lassen und sich gedanklich mit ihren eigenen Dingen beschäftigen.
Maximal 3 Minuten kann ein normaler Zuhörer mit voller Aufmerksamkeit folgen, erstens deshalb, weil die meisten keine Kompetenz im aktiven Zuhören haben, und zweitens, weil unser Gehirn beim Zuhören eigene Ideen assoziiert und alsbald mehr damit beschäftigt ist.
Das sind Einsichten aus der Kommunikationsforschung und aus der Aufmerksamkeitsökonomie. Sie belegen, wie wichtig ein perfekter Präsentations-Einstieg ist und wie schädlich es ist, wenn man die ersten 30 Sekunden mit Unwichtigem vergeudet.
Beitrag 1:
8 Kriterien, wie Sie aus Web-Surfern Kunden machen
Unterstellen wir mal, Sie hätten mit Ihrer Website alles richtig gemacht. Alle Produkte sind gut beschrieben, mit Bildern ausreichend erklärt und der Bestellprozess klappt wie am Schnürchen.
Das Website-Layout ist ebenfalls gelungen und passt perfekt zum bisherigen Werbeauftritt. Ja, sogar an die Suchmaschinenoptimierung haben Sie gedacht: Die Website enthält zahllose wichtige Schlüsselbegriffe, und Google schickt täglich ein paar Hundert Besucher zu Ihnen.
Dann könnte es trotzdem sein, dass Sie einen wichtigen Punkt vergessen haben: die so genannte Nutzerfreundlichkeit, auf Englisch „Usability“. Nutzerfreundlichkeit ist keine Frage der Höflichkeit, sondern eine Frage des wirtschaftlichen Erfolgs. Denn je besser Besucher sich auf Ihrer Website zurechtfinden, desto leichter gewinnen Sie diese als Kunden.
WerbePraxis aktuell hat 8 wichtige Kriterien zur Nutzerfreundlichkeit für Sie zusammengestellt, anhand deren Sie Ihre Website sofort überprüfen können:- Klarheit
Das wichtigste Element Ihrer Website ist Klarheit. Überprüfen Sie daraufhin vor allem die folgenden Elemente:
- Buttons und Symbole. Versteht man die von Ihnen verwendeten Buttons und Bildsymbole auf Anhieb, also ohne weitere Erklärung?
- Interne Links. Wissen die Nutzer, was passiert, wenn sie auf einen bestimmten Link klicken?
- Navigationsmenü. Sind die Bezeichnungen für die Hauptmenüpunkte eindeutig?
- Knappheit
Das heißt nichts anderes als: In der Kürze liegt die Würze. Wenn Sie eine Funktion erklären müssen, tun Sie es so knapp wie möglich. Können Sie anstelle von 3 Sätzen nur einen verwenden? Können Sie Menüpunkte mit einem Wort beschreiben anstatt mit 2 bis 3?
Klarheit ist zwar der wichtigste Punkt – aber ohne Knappheit würden Sie Ihre Website unnötig aufblähen. Statt schneller Orientierung müsste der Nutzer lange lesen. Wer will das schon?
- Vertrautheit
In der Werbebranche will man ja immer originell sein. Aber bitte nicht bei Navigationselementen oder Symbolen auf Ihrer Website! So hat sich zum Beispiel der Einkaufswagen als Symbol für den Warenkorb eingebürgert.
Passen Sie sich diesen Konventionen an und versuchen Sie nicht, ihn durch ein Körbchen oder eine Handtasche zu ersetzen. Ausnahme: In englischsprachigen Ländern hat sich die Bezeichnung „bag“ (Einkaufstasche) für den Warenkorb durchgesetzt. Hierzulande gilt das allerdings nicht.
- Schnelligkeit
Manche Usability-Experten stellen die Schnelligkeit als Kriterium ganz nach oben. Schnelligkeit bedeutet zweierlei:
- Schnelle Technik: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Website schnell geladen wird. Denken Sie dabei auch an die Menschen, die mit DSL 2.000 surfen und nicht mit DSL 20.000. Machen Sie Bilder und Grafiken daher so klein wie möglich und so groß wie nötig.
- Schnelle Orientierung: Wenn Sie die Kriterien Klarheit, Knappheit und Vertrautheit beachtet haben, ist dies die Voraussetzung dafür, dass sich Besucher Ihrer Website schnell orientieren können.
- Kurze Wege: Wenn ein Surfer eine Information sucht oder etwas einkaufen will, führen Sie ihn ohne Umwege ans Ziel. Faustregel: Bestellungen sollten mit maximal 3 Klicks abgeschlossen sein!
- Durchgängigkeit
Sorgen Sie dafür, dass die verschiedenen Seiten Ihres Web-Auftritts möglichst gleich strukturiert sind. Fragen Sie sich insbesondere:
- Verwende ich gleiche Bezeichnungen für gleiche Funktionen? Wenn Sie zum Beispiel das Wort „Bestellung“ verwenden, ersetzen Sie es nicht durch die Synonyme „Order“ oder Auftrag“. Eine Website ist kein Deutschaufsatz! Wiederholung ist wichtig!
- Sind Buttons durchgehend gleich gestaltet, was ihre Größe, ihre Farbe, ihre Bezeichnung und ihre Platzierung angeht?
- Sind die Hauptnavigationselemente immer an derselben Stelle?
- Attraktivität
Ja, natürlich muss Ihre Website attraktiv sein! Aber Attraktivität heißt nicht, dass Sie besonders viele bunte Bildchen zeigen. Attraktivität heißt: Dem Besucher Ihrer Seite muss es Spaß machen, sich auf Ihrer Website umzusehen und diese durchzuklicken.
Attraktivität heißt also auch:
- Sind die Schriften groß genug, damit sie auch von Menschen 50+ gelesen werden können?
- Sind die Informationen durch Überschriften oder Zwischenüberschriften klar gegliedert?
- Gibt es aussagefähige Bilder, die sowohl attraktiv sind als auch Nutzen bieten? Sie können es dem Besucher ersparen, mehrere Zeilen Text zu lesen.
- Unterstützt die Farbgestaltung die Orientierung und das Wohlfühlen? Nichts gegen Schwarz, Braun und Grau. Aber eine Farbgestaltung, die sich an den Gesetzen der Farbpsychologie orientiert, ist eindeutig besser.
- Effizienz
Ihre Website soll – nein, sie muss! – effizient sein: für Sie, vor allem aber für den Besucher! Die Hauptfrage: Kommt er mit wenig Aufwand ans Ziel?
Um das herauszufinden, machen Sie einen kleinen Test. Stellen Sie Personen, die Ihre Website noch nicht kennen, die folgenden 3 Aufgaben:
- Bestellen Sie unseren Newsletter.
- Kontaktieren Sie unsere Verkaufsabteilung und senden Sie ihr eine E-Mail.
- Suchen Sie nach Produkt XYZ und bestellen Sie es.
- Toleranz
Was, Ihre Website soll tolerant sein? Ja, genau. Fehlertolerant. Denn schließlich ist niemand perfekt. Und Ihre Website-Besucher sind es auch nicht. Wenn also jemand eine Falscheingabe in einem Formular macht, weisen Sie ihn darauf hin, welches Feld noch ausgefüllt werden muss.
Schreiben Sie nicht: „Ihre Angaben waren unvollständig!“ Sondern: „Bitte geben Sie uns noch die Hausnummer an!“ Sorgen Sie auch dafür, dass Daten, die einmal eingegeben wurden, nicht verloren gehen – etwa weil der Nutzer versehentlich oder absichtlich den Zurück-Button klickt.
In diesem Fall empfiehlt sich ein Hinweis wie dieser: „Achtung: Ihre Daten sind noch nicht gespeichert. Wenn Sie diese behalten möchten, klicken Sie erst auf ,speichern‘ und fahren Sie dann mit Ihrem Besuch fort.“
Bedienerfreundlichkeit verhindert frustrierte Website-Besucher und reduziert Bestellabbrüche erheblich. Halten Sie sich die wichtigsten Kriterien für die Bedienerfreundlichkeit vor Augen und unterziehen Sie Ihre Website einer kritischen Prüfung.
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So werden Sie ein noch erfolgreicherer Chef und empfehlen sich für größere Aufgaben
Erfolgreich wird, wer andere erfolgreich macht. Als Führungskraft brauchen Sie also eine Doppelstrategie, um sich und Ihre Mitarbeiter zum Erfolg zu führen.
Was aber macht aus einer „normalen“ Führungskraft eine besonders erfolgreiche Führungskraft?
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Beitrag 2:
Zukunft der Provinz: Wie wir (auf dem Land) leben werden
In Frankreich findet gerade eine Flucht aufs Land statt. Das Internet macht’s möglich: Wer heute in die Provinz zieht, der schließt nicht gleich mit dem modernen Leben ab, sondern hat immer mehr realistische Chancen, einen Neuanfang zu schaffen.
Schon ziehen mehr Menschen aus Paris weg als stadthungrige Neubewohner hinzukommen. Gegenden wie das Limousin und die Auvergne kämpfen um die Stadtflüchtlinge und erwachen dadurch aus Überalterung und Traditionalismus.
Wie die Zukunftsletter-Redaktion weiß, zieht es Bürger aus Großbritannien, Niederlande und Deutschland ebenfalls in die wiederentdeckte Provinz.
Das Vereinigte Königreich wird gerade von einer tief greifenden Krise eines seiner nationalen Heiligtümer erfasst: dem Pub. Besonders auf dem platten Land findet ein grausames Kneipensterben statt. Im 4. Quartal 2008 sank der Bierkonsum im Königreich um 10 % (British Beer and Pub Association). Und laut der CAMRA (Campaign for Real Ale) mussten im vergangenen Jahr 2.000 Pubs schließen, wobei rund 20.000 Arbeitsplätze verloren gingen.Am schlimmsten trifft es die traditionelle Gastronomie auf dem Land. In Zeiten von Billigflügen, Billig-Supermarktangeboten, Heimkino und Internet hat der Sozialkitt einer Kneipe keine Funktion mehr. Die zugereisten Stadtflüchtlinge, die oft nur am Wochenende auf ihren großzügigen Landdomänen vorbeischauen, tun ein Übriges.
So schätzt der Zukunftsletter diesen Trend ein:
Momentan wird gerade das Personal der Landbewohner ausgetauscht – Strukturwandel findet europaweit ab sofort auch im kleinsten Nest statt. Und darauf sollten Sie vorbereitet sein: Die konventionelle Bierkneipe verfehlt in Zukunft ihr ländliches Publikum, das dann in der alten Dorfbeize lieber zu einem medial bekannten Sternekoch schlemmen geht.
Checkliste: Wie Sie von dem Trend profitieren können
Die Veränderungen auf dem Land sind vor allem für folgende Branchen wichtig:
- Gastronomie: neue Kunden, neue Genussbedürfnisse.
- Bau/Handwerk: Die Nachfrage nach modernen Bauprodukten könnte sprunghaft ansteigen.
- IT, Telekommunikation: Ländliche Zonen werden für Internetanbieter, die in Konkurrenz zu Marktführern treten wollen, immer interessanter.
- Dienstleistungen: Vom Babysitter-Service bis zur modernen Physiotherapie wird es ein deutliches Ansteigen bei Kümmer-Services geben.
- Mobilität: An der Frage der Mobilität wird sich die Zukunftsfähigkeit der neuen Landliebe entscheiden: Wie viel individuelle Mobilität ist möglich, wie viel ist nötig?
Das Team von Marketing-und-Trend.de wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!
Ihr
Markus Floßdorf
Chefredakteur
PS: Bitte schicken Sie mir eine E-Mail, wenn Sie Fragen haben, Kritik üben oder eigene Erfahrungen schildern möchten: markus.flossdorf@marketing-und-trend.de
Hier finden Sie eine Übersicht unserer Praxisbeiträge:
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