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Ihre Tipps rund um Marketing und Trends vom 15. Dezember 2009
Was uns die nächsten 100 Jahre erwartet
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
wie sicher Ihre Investitionen in den USA sind, was Sie von asiatischen Märkten erwarten dürfen, warum China wahrscheinlich zerbricht und keine Weltmacht wird – und wo sich der russische Markt jenseits des Geschäfts mit Lebensmitteln, Autos und Luxusgütern lohnt, sagt Ihnen das Buch von George Friedman, Gründer des Forschungsinstituts Stratfor. Titel: „Die nächsten 100 Jahre. Die Weltordnung der Zukunft“ (291 Seiten, Campus, 22,90 Euro).
Beitrag 1:
Kreativ im Team – So wird Ihr Brainstorming mit Sicherheit erfolgreich
Das klassische Brainstorming stand in den letzten Jahren stark unter Kritik, sprach man doch der Methode die Möglichkeit kreativer Höhenflüge im Team ab. Die Gründe: zu große Hemmungen der Teilnehmer, große Ideen auszusprechen, und zu lange Wartepausen, bis man seine Idee äußern kann. Diese Kritik zeigt eigentlich nur, dass es bestimmter Vorkehrungen und Regeln bedarf, damit ein Brainstorming zum Erfolg führt.
Zunächst gilt es, mögliche Hindernisse oder Blockaden innerhalb der Gruppe zu beseitigen bzw. diese zu erkennen. Ist ein Team stark hierarchisch in der Zusammensetzung, entsteht unweigerlich der Druck, sich bewähren zu müssen. Sitzt womöglich der Chef mit in der Runde, kommen Zweifel auf und eigene Ideen werden mitunter nie geäußert. Hinzu kommt das Denken in eingefahrenen Bahnen. Selbstverständliches wird nicht mehr hinterfragt, und wagemutige Ideen werden durch demotivierende Sprüche im Keim erstickt.
So verfahren die Situation auch erscheinen mag – es gibt einen Ausweg! Ziel ist es, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, um so die Offenheit im Team zu fördern. Oftmals sind besonders die großen Ideen verbunden mit persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen.
Um die optimalen Voraussetzungen für eine kreative Ideen-Session zu schaffen, empfiehlt WerbePraxis aktuell folgende Methoden: - Bevor es in das kreative Warm-up geht, sollte kurz notiert werden, welche Annahmen, Bilder und Erfahrungen die Teilnehmer zu dem Thema bzw. zu der Fragestellung im Kopf haben. Dies dient dazu, den Kopf bewusst frei zu machen für neue Ideen. Und die Bedenken, die vielleicht bereits im Kopf sind, sind damit schon mal weg.
- Das kreative Warm-up: Um den Wechsel vom analytischen zum lateralen „Um-die-Ecke-Denken“ zu erleichtern, sollte vor jedem Brainstorming eine Warm-up-Übung durchgeführt werden.
Zum Beispiel diese: „Manfred mampft Marmelade.“ Es werden 3 Kleingruppen gebildet. Jede Gruppe zieht einen Konsonanten. Aus diesem soll in ca. 10 Minuten eine Geschichte entwickelt und vorgetragen werden, z. B. „Laura las lauter lichte Länderromane …“
WerbePraxis aktuell-Tipp: Machen Sie die Büroklammer-Übung. Stellen Sie die Frage: Was kann man mit einer Büroklammer alles tun? Antworten: Papier zusammenheften, eine Kette basteln, jemanden pieksen, Löcher ins Papier stechen, die Fingernägel säubern oder – ein Haus gewinnen. Ja! Erinnern Sie sich an den Kanadier, der eine Büroklammer so lange gegen etwas Wertvolleres eintauschte, bis er am Ende ein Haus hatte?
- Spielregeln und Ideenprozess klarmachen. Auch wenn die Regeln dem Team generell bekannt sind, hilft es, vorab nochmals darauf hinzuweisen und das Team zu ermutigen, verrückte Ideen zu äußern. Damit Sie verrückte Ideen auch fördern: Versprechen Sie einfach einen Sonderpreis für die verrückteste Idee – die Sie am Ende des Brainstormings gemeinsam wählen.
- Keine Kritik. In der Ideensammelphase gilt strikt: Nichts wird bewertet oder kritisiert. Allerdings gibt es auch Zeitgenossen, die verstehen sich besonderes darauf, auch durch Kurzbemerkungen oder Gesten ihre Meinung zu äußern. Die Augen zu verdrehen ist jedoch genauso schädlich wie ein abfällig gesprochener Satz. Also verboten!
- Sprudeln und schreiben geht nicht. Ist das Team erst mal im kreativen Fluss, dann sprudeln die Ideen. Manchmal jedoch viel zu schnell. Dann ist es gut, einem aus dem Team die Aufgabe des blitzschnellen Mitschreibens zu übertragen. Notiert jeder selbst seine Ideen, hemmt das meist die Ideenfindung.
- Ideen visualisieren lassen. Wenn Ideen den Raum ausfüllen, entstehen Bilder im Kopf. Um eine Idee vorstellbar zu machen und sie besser präsentieren zu können, sollte ein Scribbler dabei sein, der die Idee skizziert.
- Externe dazuholen. Bloß keine Experten-Inzucht! Frischer Ideenwind von externen Ideengebern oder sogar vom Kunden selbst kann ein Brainstorming positiv beeinflussen. Besonders gut: wenn die Experten aus der Firma mit den „Laien“ zusammentreffen.
Achten Sie darauf, auch Menschen dazuzuholen, die mit dem Thema gar nichts am Hut haben. Bei manchen Themen eignen sich auch Kinder und Jugendliche ganz hervorragend als Ideengeber!
Beispiel: Die Restaurantkette Red Lobster holte sich für eines ihrer Projekte den Tiefseeforscher Robert Ballard ins Team. Ergebnis: Jetzt wird dort nicht einfach nur Fisch verspeist. Die Faszination des Ozeans hat die Restaurants wesentlich attraktiver gemacht.
WerbePraxis aktuell-Fazit: Brainstorming ist dann gut, wenn jeder das Gefühl hat, in einer lockeren Runde herumzuspinnen. Aber diese Lockerheit gelingt nur auf der Grundlage fester Regeln, die von allen eingehalten werden müssen.
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Beitrag 2:
Neukunden-Akquisition: Die ANGST-Methode hilft, Besuchstermine zu bekommen
Am Telefon einen Besuchstermin zu vereinbaren ist recht schwierig. Viele Kunden haben nicht mehr die Zeit, jeden Besucher vorzulassen oder Termine anzunehmen. Um einem „Nein“ zu entgehen, empfiehlt die Verkaufsmanagement aktuell-Redaktion: Nutzen Sie die ANGST-Strategie:
- A (Anlass),
- N (Nutzen),
- G (Gesprächsdauer),
- S (Selbstwertgefühl),
- T (Terminalternative).
- A: Anlass des Besuchs. Nennen Sie ihn zuerst, denn der Anlass soll Appetit machen auf den Besuchstermin.
- N: Setzen Sie den Anlass so, dass der Kunde seinen ganz persönlichen Nutzen erkennt. Der Nutzen motiviert ihn, den Termin zu akzeptieren.
- G: Durch die Gesprächsdauer weiß der Kunde, wie lange Sie bleiben. Sagen Sie ihm am Telefon, dass es nur 30 Minuten dauern wird.
- S: Das Selbstwertgefühl des Einkäufers steigt, wenn Sie ihm sagen, dass er viel beschäftigt ist und Sie seine Zeitnot verstehen.
- T: Erst jetzt nennen Sie den Termin, natürlich am besten als Alternative.
Verkaufsmanagement aktuell-Tipp: Bei ANGST ist die Reihenfolge wichtig:
Diese 5 Schritte bringen Sie nicht etwa wie aus der Pistole geschossen, verwenden Sie für jeden Schritt einen Satz und geben Sie durch eine kurze Pause am Satzende dem Kunden Gelegenheit zur Äußerung. Wenn Sie Anlass, Nutzen und die ungefähre Gesprächsdauer gut erledigt haben, ist der Termin ziemlich sicher.
Das Team von Marketing-und-Trend.de wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!
Ihr
Markus Floßdorf
Chefredakteur
PS: Bitte schicken Sie mir eine E-Mail, wenn Sie Fragen haben, Kritik üben oder eigene Erfahrungen schildern möchten: markus.flossdorf@marketing-und-trend.de
Hier finden Sie eine Übersicht unserer Praxisbeiträge:
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