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Günter Stein
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Verkaufen im Zeitalter des Web 2.0 – läuft das anders?


 
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Ihre Tipps rund um Marketing und Trends vom 28. Juli 2009

Langes Arbeitsleben wird Standard

Sehr geehrte Leserin,
sehr geehrter Leser,


die Hälfte der Europäer erwartet, in Zukunft mehr als einen Arbeitgeber zu haben. Zweit- und Nebenjobs werden zur Gewohnheit.

Das Arbeitsleben wird bis zum 75. Lebensjahr andauern.

Außerdem wird sich bis zum Jahr 2030 auch der Konsum verändert haben: 25 % sagen, die meisten höherwertigen Konsumgüter (Auto, Fernseher, Kleidung) werden nicht mehr gekauft, sondern geleast.

Ein Drittel der Befragten rechnet überdies damit, dass die meisten Konsumgüter per Internet bestellt werden. Dass der größte Teil der Konsumausgaben für Gesundheitsleistungen verwendet wird, sagen 29 % der Befragten.

Trendletter-Einschätzung: eine interessante Studie – vor allem die Aussagen zu Konsum und Arbeit.

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen: Mehr Informationen enthält der Berichtsband zur Studie der Stiftung für Zukunftsfragen: „Wie die Europäer ihre Zukunft sehen“ (408 Seiten, Primus-Verlag, 29,90 Euro).

 

Beitrag 1:
Wie gut sind Sie im Netz vertreten?

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    WerbePraxis aktuell
    Newsletter von marketing-und-trend.de – Know-how-Base rund um Marketing und Trends Was macht man heute, wenn man ein neues Produkt oder ein Unternehmen kennengelernt hat? Man googelt! Vielleicht weiß das Netz schon mehr über das soeben kennengelernte Unternehmen.

    Auch Personalchefs nutzen das Netz mittlerweile – einen neuen Bewerber, den niemand kennt, oder einen, der spärlich bekleidet und halb betrunken auf einer Studentenfete abgelichtet wurde, dem wird man kaum den Vorzug geben.

    Selbst vor dem privaten Bereich macht das Googeln nicht halt – „Evas Neuer ist im Netz zu sehen!“

    WerbePraxis aktuell-Tipp: Höchste Zeit, sich darum zu kümmern, was das Netz über Sie als Unternehmer, Inhaber, über Ihre Firma, Ihre leitenden Mitarbeiter oder über Sie als Privatmensch offenbart. Decken Sie Ihren persönlichen Reputationsindex auf. Und steigern Sie ihn, nachdem Sie ihn kennengelernt haben.
    1. Googlen Sie nach Ihrem Namen. Setzen Sie dabei den Vor- und Zunamen in Anführungszeichen. Unterscheiden Sie dabei auch zwischen nationaler und internationaler Suche.

    2. Stellen Sie die Anzahl der Suchtreffer fest, die Google auswirft. Nehmen wir mal an, es sind 300.000 – ob die alle Ihre Person betreffen? Oder haben sie Namensdoppelgänger – bei „Erwin Müller“ keine Seltenheit. Um festzustellen, wie viele Namensvetter dabei sind, können Sie natürlich nicht alle 300.000 Seiten anklicken. Deshalb machen Sie den nächsten Schritt.

    3. Sehen Sie die ersten 30 Suchtreffer durch. Wie viele davon betreffen Sie tatsächlich? Und wie viele betreffen andere Personen mit gleichem Namen? Beispiel: Von den ersten 30 Suchtreffern gelten 17 Ihrer Person? Dann teilen Sie nun 17 : 30 – das ergibt die Zahl 0,56 als Reputationsindex (RI).

    4. Ermitteln Sie die Gesamtzahl der Sie betreffenden Suchtreffer.Mit dem nun gefundenen RI können Sie abschätzen, wie viele der insgesamt vorhandenen Suchtreffer wahrscheinlich Ihrer Person gelten. Sie multiplizieren dazu den RI mit der Gesamtzahl der Suchtreffer und erhalten so als Ergebnis die relevanten Suchtreffer, die Ihrer Person gelten. Im obigen Beispiel also 0,56 x 300.000 = 168.000.

    5. Ermitteln Sie die Zahl der relevanten Fundstellen. Für eine Beurteilung ist entscheidend, wie lange Sie bereits online aktiv sind und/oder wie prominent Sie bzw. Ihr Unternehmen ist. Eine Person wie Verona Pooth erzielt um die 300.000 relevante Suchtreffer – ein Unternehmen, das erst seit einem halben Jahr im Netz vertreten ist, kann schon mit 500 bis 1.000 Suchtreffern recht zufrieden sein.

    6. Analysieren Sie den Inhalt der Sie betreffenden ersten 30 Suchtreffer. Lesen Sie sich die ersten 30 Suchtreffer, die Ihre Person betreffen, aufmerksam durch. Das sind die ersten 3 Seiten, die Google als Suchtreffer anzeigt. Sind darunter auch negative Statements zu Ihrer Person (Marke/Unternehmen) enthalten? Stellen die Statements Ihre Person zutreffend dar? Oder finden Sie beispielsweise Einträge aus Verzeichnissen, die aktualisiert werden müssen?

    7. Aktualisieren Sie! Und zwar alle Profile und Datenbankeinträge, die Sie unter den ersten 30 Suchtreffern gefunden haben. Deren Pflege ist unaufschiebbar, denn nahezu 100 % aller Suchenden gehen bei der Informationsbeschaffung nicht über diese ersten 30 Suchtreffer hinaus.

    8. Beeinflussen Sie die Auswahl der ersten 30. Gehen Sie nun daran, unter diese ersten 30 Suchtreffer Seiten zu stellen, die Sie selbst mitgestaltet haben – deren Inhalte also von Ihnen vorgegeben wurden. Das können Sie machen, indem Sie

      • eine Website unter Ihrem Vor- und Zunamen anlegen. Also las¬sen Sie sich unter „ErwinMueller.de“ registrieren. Geben Sie dabei immer der Toplevel-Domain, vor allem „.de“ und „.com“, den Vorzug. Erst wenn diese bereits registriert und anderweitig vergeben sind, sollten Sie auf Domains wie „.org“ oder „.net“ ausweichen.

      • Legen Sie einen Blog auf Ihren Vor- und Zunamen an. Es ist unerheblich, bei welchem Blog-Service (z. B. Sixapart; Wordpress; Blogger) Sie dies machen – aber Ihren Namen sollten Sie sich sichern.

      • Erstellen Sie ein Profil auf Facebook oder Xing. Die dort erstellten Profile werden – wenn Sie sie öffentlich freigegeben haben – stets unter den ersten 30 Suchtreffern angezeigt.

    Dieser WerbePraxis aktuell-Tipp stammt ursprünglich aus dem Buch von Klaus Eck: „Karrierefalle Internet“, Carl Hanser Verlag, 19,90 €.




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    Beitrag 2:
    Wie kommen Sie in die Zeitung?

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    PR Praxis
    Newsletter von marketing-und-trend.de – Know-how-Base rund um Marketing und Trends Das ist eine grundlegende Frage für jeden PR-Verantwortlichen – eine Frage, um deren Antwort er jeden Tag neu ringt, stellt sie doch die Anerkennung seines Chefs und den Respekt der Kollegen in Aussicht.

    Aber leider gibt es keine Pauschalanleitung, kein Geheimrezept. Und somit bleibt die Beantwortung dieser Frage für Sie ein dauerhaftes Thema, ein übergeordnetes Ziel Ihrer Arbeit.

    6 Kriterien entscheiden über den Erfolg einer Presseveröffentlichung, und diese Kriterien sind in der Regel unabhängig von Ihrer Unternehmensgröße, unabhängig von dem Aufwand, den Sie betreiben.

    Weder der Aktionismus einer fortwährenden Flut von Pressemitteilungen an die Redaktionen noch das Veranstalten von Pressegesprächen in kurzer Reihenfolge garantieren Ihnen eine Berichterstattung oder eine gute Kommunikation mit den Medien. Im Gegenteil.

    PR Praxis-Tipp: Das Interesse der Medien erreichen Sie …
    1. … wenn Sie Ihre Pressetexte sehr dosiert veröffentlichen

      Verzichten Sie darauf, die Medien ständig und ausführlich über die kleinen Entwicklungen in Ihrem Unternehmen zu informieren, verzichten Sie auf Kommentare zu jedem Thema Ihrer Branche, und vor allem fragen Sie sich ehrlich: Ist Ihre Nachricht eine Nachricht?

    2. … wenn es Ihnen gelingt, in jeder PR-Maßnahme eine Exklusivität mitschwingen zu lassen – dann spielen Sie schnell in der ersten Liga

      Bewerten Sie jede Pressemaßnahme im Vorfeld im Hinblick auf

      1. Relevanz für Ihr Unternehmen, für Medien und Öffentlichkeit,

      2. Auswirkungen auf das Image Ihres Unternehmens,

      3. inhaltliche Aktualität und Intensität.


      Bieten Sie wichtige Themen einer überregionalen Zeitung exklusiv an und halten Sie sich an diese Zusage. Konkret: Ein exklusives Angebot darf auf keinen Fall zeitgleich einem oder mehreren anderen Medien angeboten werden.

    3. … wenn Sie Ihren Presseverteiler selektiv bedienen

      Überlegen Sie vor der Formulierung Ihres Pressetextes, welche Journalisten Sie speziell ansprechen möchten. Verzichten Sie auf das bequeme, aber nicht sehr effektive Gießkannenprinzip. Erfolgversprechender ist die gezielte Ansprache zum Beispiel der Fachjournalisten, um Ihre technischen Neuheiten vorzustellen, der Wirtschaftsjournalisten, um die neuen Kennzahlen zu veröffentlichen, oder der Lokaljournalisten, um über Ihr nächstes Event zu berichten.

    4. … wenn Sie wissen, wer wo und vor allem was schreibt

      In welcher Zeitung möchten Sie Ihre Unternehmensthemen präsentieren? Welcher Journalist schreibt zu welchem Thema? Je intensiver Sie die Zeitungen Ihrer Wahl lesen, desto effektiver können Sie Ihre PR-Arbeit gestalteten und Ihre Texte pointiert lancieren.

    5. … wenn Sie den zeitlichen Ablauf in den Redaktionen beachten

      Der Arbeitstag eines Journalisten beginnt mit einem Gedanken: Welche Themen kann ich in der morgendlichen Konferenz vorschlagen?

      Und genau zu diesem Zeitpunkt sollten Sie ihn auf Ihr Unternehmen, auf Ihre Nachricht hinweisen – mit Ihrem Pressetext via Fax, via E-Mail und bei einer für Sie besonders wichtigen Nachricht sogar mit einem Anruf und dem Angebot eines ausführlichen Gesprächs nach der Redaktionskonferenz. Nennen Sie Ihren Vor- und Zunamen, Ihre Funktion, Ihre Durchwahl oder noch besser: Bieten Sie einen zweiten Anruf an.

      PR Praxis-Info: Der Tagesablauf eines Journalisten beginnt mit der Lektüre und Themensuche, bevor es im ersten Redaktionsgespräch gegen 10 Uhr heißt: Welche Themen prägen den Tag? Welche Meldungen sind aktuell, welche Hintergrundberichte wichtig? Die Blattbesprechung im Team dauert in der Regel rund 30 Minuten.

      Danach stehen Besuche von Pressekonferenzen, -gesprächen oder Recherche auf dem Programm. Ab 12 Uhr wird der Themenplan in der Redaktion aktualisiert, eventuell werden weitere Termine wahrgenommen und dann heißt es: schreiben am Redaktionstisch.

      Ab 17 Uhr, spätestens 18 Uhr ist Redaktionsschluss, also letztmaliger Check durch die Schlussredaktion, bevor der Start zur Produktion er folgt.

    6. … wenn Sie Ihren Text als Pressetext formulieren und auf eine Werbesprache verzichten

      Tipps zu Stil und Aufbau einer optimalen Pressemitteilung finden Sie als Abonnent im exklusiven Abonnentenbereich von PR Praxis.


    Das Team von Marketing-und-Trend.de wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!

    Ihr
    Unterschrift von Markus Floßdorf - Chefredakteur
    Markus Floßdorf
    Chefredakteur

    PS: Bitte schicken Sie mir eine E-Mail, wenn Sie Fragen haben, Kritik üben oder eigene Erfahrungen schildern möchten: markus.flossdorf@marketing-und-trend.de

     
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