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Ihre Tipps rund um Marketing und Trends vom 27. Januar 2009
Urlaubsbilder als neues Marketinginstrument
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
mehrere tausend Werbebotschaften prasseln jeden Tag auf uns alle ein, und Werbetreibenden fällt es immer schwerer, über die etablierten Kanäle noch Aufmerksamkeit zu erwecken.
Das Geschäftsmodell von Picabee fußt genau auf dieser Tatsache: Er verspricht, Werbung mitten im privaten und familiären Umkreis von rund 1/3 der Bundesbürger zu platzieren. Laut Bitkom besitzen inzwischen nämlich 54 % der Deutschen eine Digitalkamera, und 60 % von ihnen lassen Papierabzüge ihrer Fotos erstellen.
Wie im Zukunftsletter zu lesen war, bietet das Münchner Unternehmen Picabee künftig jedem registrierten Nutzer monatlich 30 kostenlose Fotoabzüge privater Bilder im Format 10 x 15 an. Finanziert wird dies durch Werbeeinblendungen am rechten Bildrand. Dort bietet der Valuestrip, ein zusätzlicher 4 bis 5 cm breiter Streifen, Raum für Logoeinblendungen und Werbebotschaften in Premium-Fotoqualität mit geringen Streuverlusten: vom individualisierten Dialog-Marketing bis zum Verteilen von Promotion-Codes und Teasern.
Bleibt abzuwarten, ob die Nutzer diese Werbeform annehmen. Interessant klingt es allemal ...
Beitrag 1:
USP – Stellen Sie die Einzigartigkeit Ihres Produkts heraus
In Ihrem Verkaufsbrief müssen Sie dem Leser sagen, warum Ihr Produkt das beste ist und warum er es unbedingt braucht. Mit anderen Worten: Sie müssen die Einzigartigkeit des Produktes herausstellen. Diese Einzigartigkeit nennt man auch USP oder Unique Selling Proposition (zu deutsch: das einzigartige Verkaufsargument).
Die Kursleitung des Kompakt-Kurs Werbetexten rät: Zeigen Sie dem Leser, dass Ihr „Wundermittel“ die beste und einzige Antwort auf all seine Bedürfnisse und Wünsche ist. Was es anders, einzigartig oder grundsätzlich besser als alles andere macht.
Das ist ein bisschen viel verlangt, oder? Deshalb sind USPs am effektivsten, wenn sie in das gesamte Mailing eingewebt werden. Denn: Je öfter Sie Ihren Leser daran erinnern, dass Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung wirklich einzigartig ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er kauft.
Tipps dafür, wie Sie den USP zielsicher formulieren und in Ihren Werbebriefen einsetzenRecherchieren Sie. Finden Sie heraus, was Ihre „Sache“ besser macht als die der Konkurrenz. Spart sie Ihrem potenziellen Kunden Zeit? Macht sie ihn schlauer als seine Kollegen? Versuchen Sie, Ihren Aufhänger zu finden ... und überlegen Sie dann, auf welchen Wegen Sie Ihrem Leser die Botschaft vermitteln können.
Wie bauen Sie nun die USP in Ihren Brief ein?
Nehmen wir an, Sie wollten eine Mitgliedschaft in einem Discount-Reiseclub verkaufen. Wie könnten Sie die USP durchgängig in Ihren Text einweben?
- Als Erstes könnten Sie berichten, dass der Club bereits seit 100 Jahren besteht – 50 Jahre länger als jeder andere Reiseclub.
- Ein wenig später könnten Sie erwähnen, dass der Club bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat.
- Gegen Ende der Präsentation könnten Sie Ihrem Leser erzählen, dass dies der einzige Reiseclub ist, in dem die Mitglieder Urlaubsreisen gewinnen können.
Sehen Sie, wie es funktioniert? Der erste Aspekt von Einmaligkeit weckt das Interesse und macht neugierig. Der nächste Aspekt ist schon ein wenig stärker. Hier kann es sich wohl nicht um irgendeinen normalen Reiseclub handeln. Er scheint anders zu sein. Sogar etwas Besonderes. Und der letzte Aspekt verdeutlicht die Einmaligkeit für den Leser und überzeugt ihn.
Im Kompakt-Kurs Werbetexten trainieren Sie ausführlich, wie Sie eine gute USP finden und so in Ihren Werbebrief einbauen, dass er auf Ihre potenziellen Kunden einfach unwiderstehlich wirkt.
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Denn Firmen geben jährlich Millionenbeträge für Leute wie Sie aus – Leute, die ihnen einfache Briefe schreiben. Briefe, die die Umsätze dieser Firmen um ein Vielfaches steigern: Werbebriefe.
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Beitrag 2:
Fallstudie Vileda: Wie Sie sich mit Wissen über die Kunden einen Vorsprung sichern
Putzlappen als Kerngeschäft: Vileda ist mit seinen Mikrofasertüchern und Fensterlappen in vielen Ländern die Nummer 1. Heute erwirtschaftet das Unternehmen mit 2.200 Mitarbeitern einen Umsatz von 650 Mio. Euro. Im Jahr 1987 wurden erst 134 Mio. Euro erzielt. Der Grund für den Erfolg dürfte auch anderen Unternehmen den Weg in die Zukunft weisen.
Das Erfolgsgeheimnis von Vileda laut dem Trendletter: Das Unternehmen setzt auf sehr intime Kunden-Kenntnis.
Rückblick: Kernprodukt des in den 40er-Jahren begonnenen Geschäfts ist ein Kunstledertuch. Aus Vlies und Latex wurde ein Material gewonnen, das ähnliche Eigenschaften wie Leder hat. Diese Innovation begründet bis heute Viledas Alleinstellung.Zudem kennt das Unternehmen das Verhalten seiner Kunden sehr genau. Dabei unterscheiden sich die Putzgewohnheiten stark von Land zu Land. So wird in Amerika von 90 % der Anwender ohne Wischeimer geputzt. Der Mopp wird über dem Waschbecken ausgespült und muss mit einem mechanischen Wringer ausgestattet sein, weil Amerikaner nicht gerne ins Putzwasser fassen.
In China muss der Mopp besonders widerstandsfähig sein. Grund: Die Wohnungen sind klein, die Chinesen ziehen sich aber zuhause nicht die Schuhe aus. Deshalb wird 5-mal am Tag geputzt.
Niemand ändert seine Putzgewohnheiten. Geputzt wird so, wie man es von der Mama gelernt hat. Deshalb wird jeder neue Exportmarkt zunächst intensiv untersucht. Mitarbeiter besuchen Familien zuhause und sehen sich dort genau an, wie geputzt wird. Das Welt-Putzwissen ist das Kapital von Vileda.
Trendletter-Fazit: Das Wachstum erfolgte in 2 Dimensionen: Das Weinheimer Unternehmen eroberte sukzessive neue Auslandsmärkte, heute kommen 85 % des Geschäfts aus dem Export.
Zudem wurde der Markt verdichtet: Das Bedürfnis Putzen wird mit immer neuen Produkten bedient, auf kostspielige und risikoreiche Ausflüge in der Kernkompetenz ferne Märkte hat man verzichtet. Heute gibt es Wischprodukte für Fenster, Fußböden und Autos, Topf- und Geschirrreiniger, Trockentücher, Fettentferner und Besen.
Das Team von Marketing-und-Trend.de wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!
Ihr
Markus Floßdorf
Chefredakteur
PS: Bitte schicken Sie mir eine E-Mail, wenn Sie Fragen haben, Kritik üben oder eigene Erfahrungen schildern möchten: markus.flossdorf@marketing-und-trend.de
Hier finden Sie eine Übersicht unserer Praxisbeiträge:
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