|
|
Sie befinden sich hier: Startseite  Newsletter-Archiv
Ihre Tipps rund um Marketing und Trends vom 7. Oktober 2008
Auktionshaus für Mitfahrgelegenheiten
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
Autofahrer, die noch einen Platz im Wagen frei haben, können diesen jetzt versteigern: Auf der Auktionsplattform www.drijo.de sollen Fahrer und Passagiere zusammengebracht werden.
So funktioniert's: Der Fahrer gibt auf einer Karte Start- und Zielpunkt sowie einen Korridor ein, in dem er bereit ist, Mitfahrer einzusammeln. Freie Plätze werden dann wie bei eBay versteigert. Drijo steht übrigens für Drive Jointly; Gründer ist Walter Demmelhuber.
Trendletter-Einschätzung: Ein interessantes Nischenprodukt, das das Konzept Mitfahrzentrale vom Öko-Muff befreit.
Beitrag 1:
Was Sie einem Redakteur niemals sagen dürfen – Die 10 Todsünden der Pressearbeit
Irgendwann kommt der Moment, da muss man zum Telefon greifen und einen Redakteur anrufen. Und versucht, im Gespräch so überzeugend wie möglich seine Nachricht zu verkaufen. PR-Profi Jens Uwe Meyer weiß, wovon er spricht: Er war jahrelang auf der Medienseite und saß als Journalist den PR-Agenturen und Unternehmern gegenüber.
Dann wechselte er die Seiten und berät heute Unternehmen, wie sie erfolgreichere PR betreiben. In seinem Buch Kreative PR hat er die 10 Todsünden der Pressearbeit zusammengestellt. Die gibt Ihnen die WerbePraxis aktuell-Redaktion hier gerne weiter – zusammen mit Erläuterungen und Tipps, wie Sie es besser machen können.
- Todsünde Nr. 1
„Ich möchte bei Ihnen ein Thema platzieren.“ Wer diesen ehrlich gemeinten Satz zum Einstieg wählt, beweist, dass er nichts vom Verkaufen versteht. Denn nicht die Verkaufsabsicht steht im Vordergrund, sondern der Nutzen, den der Redakteur von der angebotenen Nachricht hat. Wenn Sie schon einen kurzen Satz zum Einstieg suchen, dann sagen Sie: „Guten Tag, Herr X. Ich habe Ihre Nummer von Herrn Y und möglicherweise ein spannendes Thema für Sie.“
- Todsünde Nr. 2
„Nein, ich hatte noch keine Gelegenheit, Ihre Zeitung zu lesen.“ Meist kommt diese Antwort dann, wenn der Redakteur Sie konkret fragt, woher Sie seine Zeitung kennen und in welche Rubrik das Thema passen soll. Wenn Sie dann erkennen lassen, dass Sie sein Blatt nicht kennen, zeigt das: Sie sind schlecht vorbereitet. Sie agieren unprofessionell. Besser sagen Sie: „Ich könnte mir vorstellen, dass dies in die Rubrik X passt, aber auch in die Rubrik Y – kommt darauf an, welchen Fokus man wählt.“
- Todsünde Nr. 3
„Ach, das hatten Sie gerade.“ Wenn der Journalist Sie darauf hinweist, dass dieses Thema soeben erst bearbeitet wurde, sind Sie ertappt: Sie wussten es nicht! Geben Sie jetzt trotzdem nicht klein bei. Kontern Sie: „Wir beleuchten das Thema mal von einer ganz anderen Perspektive.“
- Todsünde Nr. 4
„Was meinen Sie mit: Wo ist das Thema?“ Dieser Satz ist in etwa so vernichtend wie der Lehrerruf: „Setzen, Sechs“. Anstatt herumzustammeln und ihm ein schlechtes Thema noch mit tausend Worten zu erläutern, nehmen Sie seine Kritik sachlich an. Sagen Sie: „Verstehe. Wie wäre es denn spannend für Sie?“
- Todsünde Nr. 5
Inhalte und Umsetzung sind nicht durchdacht. Stellen Sie sich auf kritische Rückfragen ein. Wenn der Journalist fragt: „Gibt es auf dem Markt nicht bereits bessere Geräte?“, dann sollten Sie Bescheid wissen.
- Todsünde Nr. 6
Sie sind ein Zeitdieb. Bereiten Sie Ihr Telefongespräch mit dem Journalisten so vor, dass Sie schnell zur Sache kommen und Ihr Anliegen in wenigen Sätzen rüberbringen können. Gehen Sie von Folgendem aus: Wenn man den Kern einer Story nicht in 2 Sätzen erzählen kann, schaffen Sie es nicht, den Journalisten zu fesseln. Und etwas Langatmiges wird er seinen Lesern nicht vorsetzen.
- Todsünde Nr. 7
Viele Fakten, wenig Emotionen. Es ist nun einmal so: Ohne Emotionen lässt sich kaum eine Geschichte erzählen – außer reine Wirtschaftsmeldungen und Quartalszahlen. Diese Emotionen müssen in Ihrer Geschichte ebenso enthalten sein wie in dem Telefongespräch mit Ihrem Gegenüber.
- Todsünde Nr. 8
Bilder? Wieso Bilder? Gehen Sie davon aus, dass Ihre Chance, einen Artikel in einem Magazin, in einer Zeitschrift zu präsentieren, sich schlagartig verbessert, sobald Sie gutes Bildmaterial anbieten können. Gute Bilder sind wertvoll, da sie Mangelware sind. Bilder müssen Stimmungen und Action transportieren. Durch den Abdruck eines Bildes wird der Umfang Ihres Artikels größer und die Wahrnehmungschance steigt. Denn auch Leser orientieren sich an Bildern!
- Todsünde Nr. 9
Persönliche Kontakte? Wozu? Es gibt das Internet. Gehen Sie davon aus, dass persönliche Kontakte durch nichts zu ersetzen sind. Von einem erfolgreichen Agenturchef weiß ich , dass er bei den wichtigen Branchenblättern mindestens einmal im Jahr auftaucht – und Pralinen mitbringt. Und dann gibt’s Smalltalk vom Sekretariat bis zum Redakteursbüro. Planen Sie also solche persönlichen Besuche bei den für Sie wichtigen Medien ein- bis zweimal jährlich ein.
- Todsünde Nr. 10
Lügen. Labern. Luftnummern. Nun ja, das braucht man kaum erläutern. Wenn Sie einen Journalisten hinters Licht führen wollen, ist dies der sicherste Weg, ihn zum dauerhaften Feind zu machen. Wenn Sie Pech haben, wird er Sie künftig ignorieren oder zumindest kritisch beäugen.
WerbePraxis aktuell-Buch-Tipp: Kreative PR von Jens Uwe Meyer, broschiert, 232 Seiten, UvK-Verlag, Konstanz 2007, 24,90 €
Anzeige
Wie viele Fehler machen SIE eigentlich in Ihrem Business English?
Auch wenn diese Frage leicht unverschämt klingt: Selbst Englisch-Profis tun sich in alltäglichen Business-Situationen schwer. Da hilft nur eines: Üben, üben, üben. Doch genau dafür haben Sie in Ihrem Alltag, bei Ihren vielen Aufgaben, überhaupt keine Zeit.
Wie sollen Sie üben, wenn Sie nicht einmal Zeit haben, ein Englisch-Lehrbuch zu lesen, ein Seminar zu besuchen oder einen Fernkurs zu machen?
Holen Sie sich doch Ihre Englisch-Trainerin nach Hause! Ja, Sie haben richtig gelesen: Ihre persönliche Englisch-Trainerin kommt zu Ihnen nach Hause und zeigt Ihnen in 20 Minuten pro Monat,
... wie Sie in Präsentationen und Meetings immer genau die richtigen Worte sagen;
... worauf es beim Business English in Ihren Büro-Alltagssituationen als Chef und Führungskraft ankommt und
... mit welchen Worten, Sätzen und Redewendungen jeder ausländische Gast auf Anhieb erkennt:
„Sie kennen sich aus. Sie sind in Ihrer Position genau richtig. Ihnen sollte man zuhören!“
Lassen Sie nicht zu, dass peinliche Anfänger-Fehler Ihren beruflichen und geschäftlichen Erfolg gefährden! Testen Sie jetzt Ihre persönliche Business-English-Trainerin ...
Beitrag 2:
Billig und benzinfrei – So sieht die Zukunft der Mobilität aus
Mit dem 1.700 Euro billigen Discount-Wagen Nano hat Tata Motors einen preislichen Meilenstein gesetzt. Der indische Autobauer setzt damit voll auf den globalen Mobilitätshunger, der vor allem durch die aufstrebenden asiatischen Schwellenländer angefacht wird: Bis 2020 wird die Zahl der jährlichen Neuanmeldungen auf über 90 Millionen weltweit ansteigen.
Zukunftsletter-Einschätzung: Künftig werden aber auch hierzulande, insbesondere in den urbanen Ballungsräumen, vermehrt kleine, kostengünstige und vor allem umweltschonende Fahrzeugmodelle sowie neuartige Mobilitätskonzepte gefragt sein.
- E-Boliden: Die zweite Elektroauto-Generation erobert Hollywood
Elektrofahrzeuge, die bislang prototypisch für kurze Reichweiten und schlechte Fahrleistungen standen, durchbrechen diese Branchenklischees mittlerweile: Der US-Fahrzeughersteller Tesla Motors fertigt bereits 200-km/h-E-Boliden mit über 350 km Reichweite, die in etwa 3 Stunden aufgeladen werden können. Allerdings schlägt der Preis vor allem auch wegen der Hochleistungsakkus mit knapp 100.000 US-Dollar pro Fahrzeug zu Buche, der Schlitten bleibt vorerst hauptsächlich Hollywoodgrößen vorbehalten.
- Batterie-Pit-Stops: Die Tankpausen der Zukunft
Mit einem revolutionären Batterieladesystem will nun Ex-SAP-Vorstandsmitglied Shai Agassie mit seiner Firma Better Place den kostengünstigen Durchbruch schaffen. Statt auf extrem teure, schnell aufladbare Akkus zu setzen, sollen die Energiespeicher ganz leicht und schnell austauschbar werden. In Zukunft werden die leeren Akkus beim Pit-Stop binnen Minuten durch vollständig geladene Batterien ersetzt, die ein anderer „Tankkunde“ einige Stunden zuvor hinterlassen hat.
- Mobilitäts-Flatrate: Stadtautos zu Handy-Preisen
Auch der skandinavische Hersteller TH!NK will noch 2008 mit der Serienproduktion des neuen elektrischen Stadtwagens Th!nk City beginnen. Der Clou: Das Fahrzeug wird zu einem relativ geringen Festpreis zu haben sein, zu dem dann ähnlich wie bei einem Handy monatliche Nutzungsgebühren hinzukommen. Dieses so genannte Mobility Pack wird einige 100 Euro kosten und neben Wartungs-, Versicherungs- und Serviceleistungen auch eine Kompensation der verursachten CO2-Emissionen beinhalten.
- Mobilitätsversorgung: Eine Branche mit Zukunft
In Zukunft werden Automarken und -händler immer stärker zu Mobilitätsversorgern, bei denen wir Zugriff auf eine Fahrzeuginfrastruktur erwerben. Der Vermieter Zipcar zeigt in London, wie der Straßenverkehr in Ballungsräumen zukünftig organisiert werden könnte. Die Fahrzeuge sind in einem engmaschigen Netz von Stellplätzen über das gesamte Stadtgebiet verteilt und ermöglichen rund um die Uhr flexiblen Zugriff.Wo sich das nächste Auto (vom Mini bis zur Luxuskarosse) befindet, lässt sich jederzeit über das Internet oder via Handy herausfinden. Jedes Fahrzeug kann mit einer Keycard entsperrt und flexibel im Stundentakt bezahlt werden.
Das Team von Marketing-und-Trend.de wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!
Ihr
Markus Floßdorf
Chefredakteur
PS: Bitte schicken Sie mir eine E-Mail, wenn Sie Fragen haben, Kritik üben oder eigene Erfahrungen schildern möchten: markus.flossdorf@marketing-und-trend.de
Hier finden Sie eine Übersicht unserer Praxisbeiträge:
|
|