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Ihre Tipps rund um Marketing und Trends vom 23. September 2008

Teleshopping 2.0: User-generated Shopping-Content

Sehr geehrte Leserin,
sehr geehrter Leser,


Teleshopping hat seit seiner Einführung in Deutschland (1995) eine rasante Entwicklung gemacht. Doch trotz Umsätzen von jährlich über 1 Milliarde Euro schwächelte die Branche in der jüngeren Vergangenheit.

Wie der Zukunftsletter berichtete, setzt der Versandgigant Amazon daher jetzt auf Teleshopping 2.0 und investiert in das Start-up TalkMarket, das von 2 Homeshopping-Veteranen gegründet wurde. Dabei handelt es sich um einen internetbasierten Shopping-Sender, dessen Programm vollständig „user-generated“ ist. Firmen und Privatleute können ihre Produkte dort in Form von selbst erstellten Videos in bester „Harry Wijnvoord“-Manier offerieren.

Zusätzlich stehen kostenlose Videobearbeitungs-Tools und ein Netzwerk von Freelancern bereit, um bei der Erstellung von professionellen Videos zu unterstützen. TalkMarket selbst stellt dabei nur die Verkaufsplattform dar und verdient, ähnlich wie eBay, über eine Provision an den Verkäufen seiner User.

Man darf also gespannt sein, wie sich das Teleshopping in Zukunft weiterentwickelt ...

 

Beitrag 1:
Geschäftsleute sind auch Menschen …

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    Kompakt-Kurs Werbetexten
    Newsletter von marketing-und-trend.de – Know-how-Base rund um Marketing und Trends Ist doch selbstverständlich, sagen Sie? Nun, wenn es nach der typischen B-to-B-Werbung geht, dann ist das anscheinend keine Selbstverständlichkeit. Zu häufig konzentrieren sich solche Werbebriefe auf den Aspekt „Business“, zu häufig wird vergessen, dass sich hinter den Titeln, Funktionen und Karrierezielen ganz normale Menschen verbergen.

    Kompakt-Kurs Werbetexten-Tipp: Natürlich werden Sie an B-to-B-Zielgruppen eine andere Botschaft schicken als an Konsumenten. Aber Sie können in vielen Fällen mit denselben emotionalen Strategien arbeiten.

    Mit diesen 9 emotionalen Hebeln kommt Ihre Werbebotschaft bei Business-Kunden besser an:
    1. Verringern Sie das Response-Risiko durch eine starke Garantie: „Wenn Sie nicht 100%ig zufrieden sind, erhalten Sie den kompletten Kaufpreis zurück – inklusive Versandkosten!“

    2. Geben Sie dem Empfänger das Gefühl, etwas Besonderes zu sein: „Wir laden Sie zu einem einmaligen Event ein. Etwas Vergleichbares hat es seit über 100 Jahren nicht gegeben!“

    3. Verraten Sie „vertrauliche“ Informationen: „Hier ist das Angebot, das Ihre Konkurrenz am liebsten niemals sehen möchte …“

    4. Haben Sie bekannte Unternehmen unter Ihren Kunden? Werben Sie mit Ihnen: „BASF. Lufthansa. Deutsche Bank. Hier wird unser Magazin bereits gelesen. Wann sind Sie dabei?”

    5. Formulieren Sie Ihre Botschaft so, dass sich Ihre Zielperson ganz besonders angesprochen fühlt: „Eine spezielle Einladung – nur für Leser des Newsletters Marketing & Trends.”

    6. Schlagen Sie einen emotionalen Ton an: „Wenn Gott Himmel und Erde in 7 Tagen erschaffen hat, warum sollte unsere Lieferzeit 12 Wochen dauern?“

    7. Bauen Sie konkrete Details ein, wie Zahlen, Quoten oder Prozentanteile: „In 10 Schritten zum professionellen Werbebrief.“

    8. Spielen Sie mit den Ängsten Ihrer Zielperson: „Einer Ihrer größten Kunden denkt gerade darüber nach, seinen Auftrag bei Ihnen abzuziehen.“

    9. Schmeicheln Sie dem Leser: „Sie haben den kompletten Überblick über Ihren Finanzstatus. Es ist absolut sicher. Sie haben die volle Kontrolle.“

    Fazit des Kompakt-Kurs Werbetexten: Am Ende läuft alles auf diese Grundregel hinaus: Kennen Sie Ihren Kunden!

    Denken Sie aber daran, dass Ihre Business-Kunden 2 Entscheidungen treffen: eine persönliche und eine für ihre Firma. Wenn Sie also Werbebriefe im B-to-B-Bereich verschicken, sprechen Sie immer gleichzeitig die Bedürfnisse der einzelnen Personen als auch die Bedürfnisse der Firma an.




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    Beitrag 2:
    Wikinomics: Lassen Sie die ganze Welt Ihr Geschäft verbessern

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    Trendletter
    Newsletter von marketing-und-trend.de – Know-how-Base rund um Marketing und Trends Wie lässt sich der nächste Umsatzsprung anschieben? Antworten auf diese Frage zu finden gehört zum Unternehmer-Alltag. Rob McEwen, CEO von Goldcorp, einem Rohstoffunternehmen, ging hier einen neuen Weg: Er machte das gesamte Wissen seiner Firma öffentlich – und lud alle Welt ein, neue Ideen zu entwickeln.

    Mit diesem Vorgehen erbrachte er eine Pionierleistung – ein Weg, den künftig auch andere Unternehmen gehen werden.

    Wie kam McEwen auf diese Idee?

    Die Ausgangslage: In Kanada betreibt McEwen eine Goldmine – die Red-Lake-Mine ist seit Jahren unprofitabel, es wird zu wenig Gold gefunden, Kosten sind zu hoch. Die Nerven von Management und Arbeitern liegen am Boden, weil sie das Ende der Mine fürchten.

    Der Geschäftsführer tritt die Flucht nach vorn an: „Wir sind mit unseren Ideen am Ende“, sagt er, „wir müssen Anstöße von außen bekommen.“ Aber er vertraut sich nicht dem Unternehmensberater an: Auf einer Konferenz seiner Branche macht er den Vorstoß. „Wir suchen nach guten Ideen für unseren Betrieb“, trägt er den versammelten Geologen und Unternehmern vor. Er stellt alle verfügbaren Daten der Mine ins Internet: Abbauraten, Qualität, Fundorte, Ergebnisse von Probebohrungen.

    Trendletter-Einschätzung: Damit stellt Unternehmer McEwen eine althergebrachte Praxis auf den Kopf. Alles Wissen über das Geschäft ist geheim und gehört nur dem Betrieb, so lautet die verbreitete Einstellung bislang, denn: Firmengeheimnisse sind normalerweise Quelle des Vorsprungs im Wettbewerb. Genau das aber wird sich in Zukunft ändern – jedes Unternehmen steht in mehrfacher Hinsicht unter Druck, der meistergeführte Handwerksbetrieb ebenso wie der Konzern mit 1 Milliarde Euro Umsatz:
    • Sie müssen sich in Zukunft schneller erneuern als bislang üblich.

    • Die internen Management-Ressourcen (Ideen, Innovationskraft) reichen dafür nicht aus.

    • Unkonventionelle Durchbruch-Lösungen werden mit internen Mitteln nicht gefunden – weil die Beteiligten durch langjährige Routine betriebsblind sind.

    • Große Aufgaben lassen sich besser mit externen Ressourcen stemmen, die die eigene Innovationskraft um ein Mehrfaches steigern.

    Goldcorp ging diesen Weg weiter – mit Erfolg: Die Goldförderung konnte in der bestehenden Mine von 50.000 Feinunzen im Jahr in 5 Jahren um das Zehnfache gesteigert werden. Die Mine kam rasch zurück in die Gewinnzone, der Unternehmenswert vervielfachte sich.

    So erreichte der Betreiber der Red-Lake-Mine den Durchbruch: Für gute Ideen lobte er einen Wettbewerb aus, 575.000 Dollar sollten die besten Ideen bekommen.

    Überall in der Welt begannen daraufhin Experten, die von McEwens Aufruf im Netz erfahren hatten, mit der Arbeit. Geologen, Wissenschaftler, Studenten, Hobbygeologen und Militärs beteiligten sich – und sandten ihre Ideen und Konzepte ein. Die virtuelle Ideengemeinde identifizierte allein nach Aktenlage 100 Fundstellen für Gold auf dem Gelände, bei 80 davon kam es zu einem lohnenden Abbau.

    McEwens Vorgehen zeigt ein neues Muster: Wer sich als Unternehmer öffnet, wird schneller und kreativer. Diese Praxis verbessert Neuproduktentwicklung, Produktion und Schaffung neuen Wissens. Don Tapscott, einer der Vordenker der digitalen Wirtschaft, nennt diese Praxis Wikinomics: In Zukunft wenden Unternehmen jedes Typs das Konzept des Online-Lexikons Wikipedia an, sie laden Menschen weltweit zu Mitwirkung und Ideenproduktion ein.

    Trendletter-Fazit: Hier tut sich ein neuer, zukunftsträchtiger Strategieansatz auf. Er nutzt geschickt die weltweite digitale Vernetzung – und verbessert den Zugriff auf Arbeits- und Denkkapazität. Für Unternehmen jeder Größe ergeben sich hierdurch Chancen, besonders für kleinere und mittlere Betriebe mit bislang begrenzten Ressourcen.




    Das Team von Marketing-und-Trend.de wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!

    Ihr
    Unterschrift von Markus Floßdorf - Chefredakteur
    Markus Floßdorf
    Chefredakteur

    PS: Bitte schicken Sie mir eine E-Mail, wenn Sie Fragen haben, Kritik üben oder eigene Erfahrungen schildern möchten: markus.flossdorf@marketing-und-trend.de

     
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