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10 todsichere Methoden, nicht in die Zeitung zu kommen

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5 -Sterne-Beitrag von
marketing-und-trend.de
In einem Beitrag in PR Praxis hat der Journalist Joachim Graf in 10 – nicht ganz ernst gemeinten – Punkten zusammengefasst, was Sie tun müssen, um garantiert nicht in die Zeitung zu kommen. Viel Spaß damit:
  1. Seien Sie arrogant: Sie sind das einzige Unternehmen, das Pressemitteilungen verschickt. Zeigen Sie dem Journalisten, wie abhängig er von Ihnen ist. Verlangen Sie Hofberichterstattung, bestehen Sie auf Vorlage sämtlicher Artikel. Weisen Sie stets darauf hin, dass Sie Anzeigenkunde sind, noch besser: vielleicht werden können.

  2. Seien Sie aufdringlich: Schicken Sie Pressemitteilungen und laden Sie zu Pressekonferenzen ein, auch wenn Sie nichts zu sagen haben. Schicken Sie Pressemitteilungen zudem immer möglichst vielen Redakteuren einer Redaktion, egal, ob das ihr Thema ist oder nicht.


  1. Seien Sie innovativ: Sagen Sie nie, was Sache ist. Arbeiten Sie mit Marketing-Blubberblasen und übersetzen Sie jedes achte Wort ins Englische („Garbage Control Facility“ statt „Papierkorb“).

  2. Seien Sie faul: Als Text der Pressemitteilung verwenden Sie am besten den des aktuellen Produktflyers oder der Anzeigenkampagne. Legen Sie den Produktflyer bei. Das beweist: „Diese Meldung ist kalter Kaffee.“

  3. Seien Sie schlau: Ihre Produktmeldung wurde nicht oft genug gedruckt? Verschicken Sie diese einfach mit neuem Datum noch einmal. Sie gewinnen einen Freund fürs Leben, wenn ein Redakteur eine veraltete Meldung druckt. Machen Sie aus Banalitäten Features („Mein Monitor ist internetfähig“). Jeder Redakteur ist begeistert, wenn sein Text bei der Konkurrenz Heiterkeitsstürme auslöst.

  4. Seien Sie geheimnisvoll: Die Aufnahme in Ihren Presseverteiler ist eine Gnade. Fordern Sie mindestens Presseausweis-Kopie und Bestätigung vom Chefredakteur. Der Zugang zu Ihrem Online-Pressebereich ist ein Privileg. Sorgen Sie dafür, dass der Bereich passwortgeschützt ist.

  5. Seien Sie Zeitverschwender: Grundregel: Redakteure langweilen sich den ganzen Tag. Telefonieren Sie jeder Pressemitteilung hinterher. Verraten Sie bei Texten so spät wie möglich, worum es geht. Lassen Sie den Redakteur Einzelheiten wie Preis, Erscheinungstermin, Features selbst recherchieren.

  6. Seien Sie E-anstrengend: Machen Sie die Lektüre einer E-Mail-Pressemitteilung möglichst umständlich (Betreff: „Pressemitteilung“; Inhalt: „Beiliegend erhalten Sie eine Pressemitteilung“; Name des Attachements: „PM.doc“).

  7. Seien Sie analog: Abtippen macht Freude. Eine Pressemitteilung gehört erst zwei Wochen nach dem Postversand auf die Website.

  8. Seien Sie kostspielig: Fotos gehören nicht auf die Web-Site, sondern unaufgefordert ins Attachment. Texte sind Word-Dokumente mit Vierfarblogo oder PDFs ohne Exportfunktion.
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